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Mar 10

/ stopline - 10.03.2020 11:36
Sprechen Sie für diejenigen, die nicht dazu in der Lage sind

Wenn wir im Internet Bilder sehen, vergessen wir oft, dass eine Person hinter dem Bild steht. Das ist schön, wenn es sich um die Instagram-Geschichte Ihrer Freunde aus deren Urlaub handelt. Aber wenn jemand sexuell ausgebeutet oder missbraucht wird, ist es gefährlich hier die Person hinter dem Bild zu vergessen. Weltweit 2,2 Milliarden Menschen unter 18 Jahren stellen die wohl größte Gruppe der Gesellschaft dar und sind auch die gefährdetste Gruppe von Online-Schäden (UNICEF DATA 2019).

Was sind sexuelle Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger?

Dabei kann es sich um einen Erwachsenen handeln, der ein Kind missbraucht und dieser Missbrauch wird als Foto/Video online veröffentlicht. Es kann sich aber auch um sogenanntes Grooming handeln. Eine Kontaktanbahnung mit Kindern und Jugendlichen, um an Fotos und Videos des Kindes oder selbst erstelltes Bildmaterial mit sexuellem Hintergrund zu kommen.

Es kommt nicht darauf an ob es sich hierbei nur um ein Bild handelt oder aber um eine Serie mehrere Aufnahmen, klar im Vordergrund stehen muss, dass es immer ein Opfer gibt. Laut der Arbeit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden jedes Jahr 200 Millionen Kinder sexuell missbraucht (Lu, J., 2019). Weltweit gibt es jedes Jahr Millionen Bilder und Videos von sexuellem Missbrauch von Kindern. Die Interpol-Datenbank zur sexuellen Ausbeutung von Kindern enthält mehr als 1,5 Millionen Bilder und Videos, die weltweit den Missbrauch von mehr als 19.400 Opfern darstellen (Interpol.int., 2019). Diese Bilder stellen nicht nur einen Missbrauchsfall dar – jedes Mal, wenn ein Bild oder Video angezeigt wird, wird das auf dem Bild oder Video abgebildete Kind erneut missbraucht, was zu einem Kreislauf des Missbrauchs führt.

Wissen Sie, dass sich die Online-Epidemie von sexuelle Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger nur noch verschlimmert?

Wir haben wiederholt Artikel gelesen, in denen über die Gefahren der sozialen Medien diskutiert wird. Während diese Plattformen versuchen, die Übeltäter zu blockieren und zu melden, ist es für diese wiederum sehr einfach, ein gefälschtes Konto einzurichten.

Tatsache ist, dass die Risiken real sind. 89 % der illegalen Inhalte die dem globalen INHOPE-Netzwerk gemeldet werden, enthalten Abbildungen von vorpubertären Opfern im Alter zwischen 3 und 13 Jahren (INHOPE, 2019). Diese Gruppe schutzbedürftiger Kinder ist zunehmend gefährdet, da Kriminelle detailliertere Möglichkeiten schaffen, soziale Netzwerke - die wir alle tagtäglich nutzen, um mit Familie, Freunden und Kollegen zu kommunizieren -  zu missbrauchen.

Zögern Sie nicht, Inhalte online an die Hotline Ihres Landes zu melden, sprechen Sie für das Opfer, das den Kreislauf des Missbrauchs nicht durchbrechen kann. Um zu erfahren, was Sie melden sollten, besuchen Sie die Meldeplattform Ihres Landes.